Donnerstag, 12. März 2015

Basteln oder Kaufen?


Dies ist der erste Traumfänger den ich vor
Jahren einmal gebastelt habe. Wirklich
viel Lust hatte ich damals nicht, weshalb
ich mir auch nicht viel Mühe gegeben habe.
Ich habe schon immer zu den Menschen gehört, die lieber alles selbst basteln, statt etwas zu kaufen. Oft ist das nicht gerade günstiger, Zeit geht dabei auch haufenweise drauf, doch was bleibt ist ein Erinnerungsstück, das von meinen Händen gefertigt wurde.

Ich denke ein gewisser Teil davon wurde mir in die Wiege gelegt: Meine Mutter hat viele Bastelkurse für Kinder gegeben und wenn z.B. etwas im Haus zu machen war, wie Tapezieren, das ist immer alles selbst gemacht worden. Ich kann oft gar nicht nachvollziehen, dass man einen Maler beauftragt um die Wände zu streichen. Viel lustiger ist es doch, selbst den Pinsel zu schwingen!

Die einige Situation in der ich es verstehen konnte war, als bei uns auf dem Bauernhof wegen eines Brandes sowieso das ganze Haus neu verpackt worden ist. Man hat dort so viel Arbeit, dass man gar nicht dazu kommt neue Tapeten an die Wände zu kleben. Vor allem nicht in einer Geschwindigkeit, dass 10 Leute innerhalb einer angemessenen Zeit ihr Esszimmer wieder haben. Der Schweinestall wurde dafür wieder von Hand gemalert.




Deshalb die Frage:
Basteln
Kaufen















VS.








1. Der Preis
Der gekaufte Traumfänger hat mich mit Versand etwa 8,99€ gekostet. Es gibt günstigere, aber auch teurere. Oft findet man auf Märkten welche und spart sich somit die Versandkosten. Alles in allem sehr günstig.

Der selbst gebastelte war da schon etwas teurer. Je nach Größe und Umfang kommt da doch einiges zusammen. Hier einmal die Preisliste, was ich im örtlichen Bastelladen ausgegeben habe, im Internet findet man vergleichbare Preise. Dabei habe ich Federn und Perlen nur einmalig aufgeschrieben, da ich noch einige übrig habe, vom Perlgarn (25m) blieb nicht mehr viel übrig.
Ring Durchmesser 22cm: 1,49
Ring Durchmesser 10cm: 1,29
Perlen: 2,49
Federn: 1,49
Perlgarn: 5,18
____________________________
Gesamt: 11,94


2. Die Zeit
Das Bestellen im Internet ging vergleichbar schnell. Natürlich vergleicht man Angebote und möchte den Schönsten Traumfänger ergattern. Das ist jedoch nichts im Vergleich zur Arbeitszeit. An dem Roten Traumfänger (s.o.) habe ich ca. 8-10h gesessen.


3. Die Vielfalt
Sucht einmal im Internet nach Traumfängern. Ihr werdet dort ein recht gleichbleibendes Angebot finden.

Ich habe lange überlegt, ob ich mir ein Traumfänger-Bastel-Buch holen soll. Doch nachdem ich bei meinem ersten Traumfänger mich sowieso nicht an die Regeln gehalten habe, habe ich darauf verzichtet. Für das Netz gibt es genug Anleitungen im Internet und so kann eine viel größere Vielfalt entstehen.


4. Flechten ist wie stricken
Viele Leute stricken während des Fernsehens. Ich flechte Traumfänger. Die größte Schwierigkeit besteht darin, Knoten zu vermeiden. Das schluckt letzten Endes nämlich am Meisten Zeit.

Das Material. Beim Kauf der Perlen unbedingt darauf achten, dass die Öffnung groß genug ist für
 eine Nadel. Mir ist das leider einmal passiert, dass keine Nadel durch gepasst hat. Ich habe die
 Perlen daraufhin aufgespalten und im Nachhinein auf das Netz geklebt.

Als erstes umwickelt man den Ring mit dem Perlgarn. Alternativ kann man auch Zweige nehmen 
und diese zu einem Ring formen. Vorsicht ist geboten: Das Perlgarn verknotet sich unglaublich 
gerne.

So knüpft man das Netz: Faden unter dem Ring durch und oben wieder drüber und dabei durch den
Faden durch. Man kann direkt Perlen mit einfädeln, oder man macht es wie ich: Man kauft aus
 Versehen zu kleine Perlen, die beim Auffädeln auf die Nadel aufplatzen und klebt diese
nachträglich mit Sekundenkleber wieder zusammen, mit dem Netz dazwischen. Wie viele
 Maschen man macht kann man sich aussuchen, je mehr es am Anfang sind, desto dichter wird das
 Netz.

So sieht das Netz samt Perlen aus. Ich habe bis dahin den Garn noch kein einziges mal 
abgeschnitten, um unnötige Knoten zu vermeiden.

Hier habe ich einen weiteren Ring in der Mitte mit dem Netz verknüpft. Da mir die erste Version
nicht gefallen hat, kam mir dann die Idee einen Notenschlüssel mit einzuflechten.

Man kann natürlich auch das Netz zu Ende flechten oder eine Perle in die Mitte setzen. Der
Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
5. Fazit
Ein selbst gebastelter Traumfänger macht sehr viel mehr Arbeit, als ein gekaufter. Preislich sind die selbst gebastelten Traumfänger je nach Material auch etwas teurer. Doch der Vorteil liegt eindeutig in der Vielfalt der eigenen Gestaltungsmöglichkeiten. Für Fotoshootings eignen sich übrigens beide Varianten!

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