Donnerstag, 9. April 2015

Wicked & Wild: "Wild Eastern" im Rasthaus B9


Stimmengewirr, heiße, mit Zigarettenqualm gefüllte Luft und knisternde Vorfreude – man wartet gespannt auf das Intro der ersten Band. Wir befinden uns im Rasthaus an der B9 bei Bad Breisig. Es wurde ein „Wild Eastern“ versprochen, also Sex, Drugs und Hoppelhässchen. Das Hässchen sitzt festgebunden auf der Base Drum mitten auf der Bühne. Gut, das hätten wir schon mal. Auf dem Plan für heute Abend stehen „The Wicked Chambers“, „White Trap“ und „WildRider“. Irgendwie witzig, dass in jedem der Bandnamen das „W“ eine entscheidende Rolle spielt. Da der Flyer zur Veranstaltung die genauen Zeiten zum Einlass und zum Beginn im Dunkeln lässt, trödeln die Besucher zwischen 19 und 21 Uhr ein. Um 21:15 geht es mit „The Wicked Chambers“ los. Als deren Frontfrau war ich mittendrin statt nur dabei.


Die vier Jungs samt Mädel der Chambers eröffnen mit powervollen Metal-Riffs den Spaß für die ganze Familie. Die Stimmung der Zuschauer vor der Bühne, die sich nicht vom Flyer haben irritieren lassen, ist gut. Obwohl wir in der Gegend noch recht unbekannt sind, ist der Platz vor der Bühne gut gefüllt. Wir machen neugierig! Es macht verdammt viel Spaß, die Räume des Rasthauses mit Gitarren-Soli, Schlagzeug-Beats und dem Klatschen des Publikums zu füllen. Je mehr Spaß wir auf der Bühne haben – und der bleibt keineswegs auf der Strecke – umso mehr taut das Publikum auf. Für uns ist es ein besonderes Bonbon, dass einige Zuschauer in der ersten Reihe die Texte unserer Songs mitsingen können. Was kann es schöneres geben? Die Show läuft sauber, ist unglaublich lustig und erfüllt ihren Zweck: Anheizen, anheizen, anheizen!


Denn prompt geht es weiter mit den Herrschaften von „White Trap“. Die Band aus dem Bonner Raum besteht ebenfalls aus 4 männlichen und einem weiblichen Mitglied. Ihr Musikstil geht eher in Richtung Hardrock mit einer tiefen, männlichen Stimme des Frontmanns. Nach einem starken Start hat sich das Publikum auf die Band eingespielt. Sie überzeugen mit stabilen musikalischen Darbietungen und leiten fantastisch zum Sahnehäubchen des Abends über.

 
Denn Gastgeber und Headliner sind die 5 Jungs von „WildRider“. Für sie ist es ein Heimspiel mit treuem Publikum. Ihre Musik verschreibt sich dem „Heavy Rock“, was in jeder einzelnen Noten zu hören und zu spüren ist.  Fliegende Haare, Leopardenmuster und Zebrastreifen, mitreißende Gitarren-Riffs. Ich selbst stehe in zweiter Reihe vor der Bühne und kann die Füße nicht still halten. Denn was Stimmung angeht, sind WildRider an dem Abend die Gewinner der Herzen. Die Show-Einlage des Drummers, während der er sich auszieht, eine Percussion-Session startet und Shots für die Band holt, sorgt für Staunen und Kopfschütteln. Und auch nach der zweiten Zugabe sind die Zuschauer noch nicht satt.


Rückblickend war „Wild Eastern“ ein gelungener, sehr lustiger und musikalisch erfolgreicher Abend. Man konnte sowohl auf, als auch vor der Bühne seinen Spaß haben und sich von den Künstlern, die eine gewisse musikalische Diversität an den Tag legten, begeistern lassen. Ich empfand es als sehr angenehm, dass das Klima innerhalb der Bands und unter den jeweils Beteiligten gestimmt hat. Das Rasthaus an sich bot genug Platz, um sich auch mal von dem Spektakel zurückzuziehen und etwas abgelegen an der Bar etwas zu trinken oder draußen eine zu rauchen. Ich würde sagen, in der Konstellation kann man sich gerne wieder die Bretter teilen und das Publikum rocken!

Join the Wicked Army and Stay Wild!

 


"The Wicked Chambers" live in Action
v.l.n.r.: Andi (Gitarre), Karina (Gesang), Sandro (Schlagzeug), Martin (Bass), Malte (Gitarre)

1 Kommentar:

  1. oh man, da wäre ich wirklich gerne dabei gewesen! nach deinem bericht noch mehr, als eh schon :/ es hört sich wirklich nach einem wunderbaren abend an und ich hoffe ich kann mal eine dieser bands live erleben.

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