Donnerstag, 25. Juni 2015

The Wicked SnakeRiders im Jam Club



Es ist mal wieder so weit! Time to Rock, time to ‚N‘, time to Roll! Am 20. Juni spielen “The Wicked Chambers” zusammen mit „Wildrider“ und „Snakebite” im Jam Club in Koblenz. Power-Metal zusammen mit Heavy Hardrock? Eine gewagte, aber explosive Kombi.
Für die Bands fängt der Spaß um 16:30 an. Es wird aufgebaut, was aufgebaut werden kann. Kabel liegen von A nach B und wieder zurück nach A. Der Backstage-Bereich wird inspiziert und direkt in Beschlag genommen, Gitarrenkoffer, wohin das Auge blickt. Sprich, der ganz normale Wahnsinn. Die Soundchecks verlaufen problemlos, dank fähigem und gutem Techniker-Team. Langsam aber sicher füllt sich der Keller-Club mit gespannten und gut gelaunten Musik-Fans. Schnell noch die Nudeln vom benachbarten Asiaten hinuntergeschlungen, und schon heißt es „Stage Time!“. 



 „The Wicked Chambers“ – ihres Zeichens meine Band – eröffnen den Abend. Der Sound auf und vor der Bühne ist hervorragend, die Show kann entspannt starten. Ich freue mich unheimlich, dass schon beim ersten Song die ersten Zuschauer im Takt mitwippen. Einige singen sogar den Text mit. Auf meinen Hinweis nach dem zweiten Song, dass es nun Zeit wäre, die Unterwäsche auf die Bühne zu werfen, fliegt eine Boxershorts über mich hinweg und dem Bassisten an den Kopf. Herrlich! Ich vermute, sie wurde zuvor noch getragen. Das nenne ich Fandom. Wir rocken ordentlich die Bühne und spätestens nach der Hälfte der Show steht den meisten Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht geschrieben. Sogar meine Eltern verirren sich in den kleinen Kellerclub. Es hat mich unglaublich gefreut, dass sie mal die Chambers in Aktion erlebt haben. Beim letzten Song zerfließe ich bereits auf der Bühne. Es ist warm, heiß, stickig, klebrig. Das tiefschwarze Augen-Make-Up erinnert inzwischen an ein Waschbär-Weibchen. Songs, Ansagen, alles läuft sauber und gut getimt. Besser hätte es kaum laufen können. Wir genießen die Glückwünsche nach der Show und machen uns für Wildrider bereit. 

The Wicked Fans - Ihr seid großartig!
Als die fünf Wilden der Riders die Bretter besteigen, gibt es vor der Bühne noch ein wildes Hin- und Hergewusel. Fans kommen, Fans gehen. Der Platz vor der Bühne füllt sich. Der Sound ist entschieden lauter als zuvor, und viele Zuschauer merken inzwischen die ersten Auswirkungen des Alkohols. Die Riders reißen schon mit dem ersten Song das Publiku mit, auch diejenigen, die noch Wild-jungfräulich sind. Zitat eines neuen Jüngers: „Der Sänger hat eine starke Stimme! Erinnert mich an ACDC“. Nach „As dirty as it gets“ hat auch der Schlagzeuger nichts mehr an, der Club kocht. Musiker und Zuschauer kommen bei dieser Show vollends auf ihre Kosten. Und dann ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Applaus Applaus! Und Umbau.
Als Headliner des Abends stehen die vier Musiker von Snakebite auf dem Programm. Der Alkohol fließt, genauso wie der Schweiß. So bringen auch die Snakes das Publikum zum Lachen, Weinen, Tanzen, Headbangen und Rocken. Sie stellen ihre neue Platte „Princess of Pain“ vor. Die Showeinlage des aufziehbaren Schlangenkopfes beim Drum-Solo schürt die Sympathie des Publikums. Dieses verlangt eine Zugabe, und die bekommt es. Die Schlangen bleiben ihren Fans nichts schuldig. 

Musikalisch gesehen ist es ein äußerst erfolgreicher und angenehmer Abend. Bemerkenswert ist ebenso, dass von Anfang an die Chemie zwischen den Bands gestimmt hat. Ob in den Umbauphasen oder den kleinen Meetings im Backstage-Bereich – man verstand sich gut und konnte gemeinsam lachen. Ich bin mir sicher, dass in dieser Kombination noch der ein oder andere Club beben wird.   

1 Kommentar:

  1. toller bericht, ich fand es sehr interessant, einen auftritt mal aus der sicht der band zu lesen!

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