Donnerstag, 8. Oktober 2015

Bevor the after

"Das ist doch gephotoshopt!"
Diese Aussage wird als Begründung für alles verwendet. Ich beruhige den Mensch vor der Kamera, dem einen Tag zuvor ein Pickel gesprossen ist auch mit den Worten: "Das kostet mich nur einen Klick mit Photoshop."
Erst einmal die Frage: Was ist denn so schlimm an Photoshop?
Wenn ich mich an meine Kindheitstage erinnere, an denen mein Vater in der kleinen Dunkelkammer neben dem Haus die Bilder entwickelt hat, dann hat er die Farben und Kontraste doch genauso bearbeitet wie ich heute mit Photoshop.
Ich finde, Fotografen sind in erster Linie Künstler. Und in der Kunst ist alles erlaubt. Das fertige Bild aus der Kamera ist gerade mal der Anfang. Fotografie ist einfach eine Kombination verschiedener Techniken.
Ich bearbeite bei meinen Bildern meist nur die Farben und Kontraste. Da ich einfach zu bequem für einen manuellen Weißabgleich bin, ist die nachträgliche Bildbearbeitung eine prima Lösung. Dort mal ein wenig mehr Kontrast, Pickel weg, die Haut etwas glätten. Selten verändere ich den Körper. Der Mensch soll für mich nach wie vor zu erkennen bleiben.

In letzter Zeit experimentiere ich aber auch ganz gern ein wenig. Das gefällt nicht jedem und nicht immer sind die Models zufrieden mit den Ergebnissen. Aber so ist das mit der Kunst: Kunst liegt im Auge des Betrachters.










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